Leitfaden
Zeitungsstapel + Soziale Medien Symbole

„Wer braucht denn heute noch Pressearbeit? Wir machen Social Media…”

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Nicht nur Unternehmen, auch Vereine denken heute so. Damit verschenken sie leider viele Möglichkeiten, nicht nur die Gelegenheit bekannt zu werden.

Social Media Marketing und Pressearbeit sind zwei völlig unterschiedliche “Dinge”

Zwar sind beide Teil der Öffentlichkeitsarbeit beziehungsweise des Marketings und sie versuchen beide, den Verein bekannter zu machen. Aber damit erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten dann schon weitgehend.

Pfeile in rot und weiß auf Bretterhintergrund
Lauter Pfeile. Und doch gibt es Unterschiede.
Bild auf/von Freepik.com

Die Unterschiede liegen

  1. In der Zielgruppe
  2. In den Standards
  3. In der Wirkung
  4. In den Mitteln
  5. Im Aufwand

Die Zielgruppe

Das Social Media Marketing sucht den direkten Kontakt mit dem Bürger, Interessenten, der Zielgruppe.

Ganz anders wird in der Pressearbeit der Kontakt zur “Presse” gesucht. Damit ist nicht nur die klassischen Printmedien gemeint, heute gehören in diese Kategorie aich die online-Medien und Rundfunkt und Fernsehen. Die Pesse aber ist als Mittler und Filter tätig. Sie verbeitet Ihre Nachrichten weiter, wenn Sie bestimmte Standards bieten.

Die Standards

Für das Social Media Marketing gibt es nur einen Faktor, der zählt: Der Erfolg. Abgesehen davon ist fast alles erlaubt. In den Sozialen Medien geht es darum, den Zielpersonen Informationen anzubieten, die diese interessieren. Gelingt Ihnen das, dann haben Sie Erfolg.

Die Pressearbeit dagegen wird geprüft. Journalisten und Redakteure sind die Empfänger Ihrer Informationen. Dabei konkurrieren Ihre Angebote mit jeder Menge von Informationsangeboten Dritter. Sie müssen also für den Journalisten/Redakteur interessant und qualitativ überzeugend sein. Und dann müssen sie so viel Qualität bieten, daß sie eine Veröffentlichung Wert sind.

Aus diesem Grund haben Veröffentlichungen in der Presse über ihren Verein auch eine andere Wirkung in der Öffentlichkeit.

Die Wirkung

Auch wenn heute viel über die “Lügenpresse” geschrieben und geredet wird, eine Nennung Ihres Vereins in der Presse ist ein Ritterschlag. Sie haben die Qualitätprüfung durch die Presse überstanden. Ihre Informationen waren interessant und solide. Damit sind sie eine Veröffentlichung Wert gewesen.

Pressearbeit bringt im-materiellen Gewinn. Bild von rawpixel.com auf Freepik.com

In der Öffentlichkeit zieht das einen immateriellen Gewinn nach sich: Sie gelten damit als ernstzunehmender Verein. Sie gewinnen nicht nur an Bekanntheit, sondern auch an Reputation. Das ist der wesentliche Unterschied zu den Sozialen Medien. Dort kann jeder alles behaupten und mit jedem Mittel veröffentlichen. Sie können an Bekanntheit gewinnen, aber ein Reputationsaufbau ist in den Sozialen Medien wesentlich schwieriger und langwieriger.

Die Mittel

In den Sozialen Medien können Sie mit einer Vielzahl von Mitteln arbeiten, um Ihre Bekanntheit und – Reputation zu steigern. Das geht von Interviews über Kommentare, Werbung, Berichte, Streitgespräche, Zeichnungen und vieles mehr.

Die Pressearbeit arbeitet nur mit einem kleinen Strauß an Instrumenten. Das wichtigste davon ist die Pressemitteilung. Natürlich können Sie auch ein Pressegespräch anbieten oder eine Pressekonferenz. Gerne auch einen Ortstermin.

Doch bei all diesen Elementen handelt es sich um das Angebot von Sachinformationen an die Presse. Die Informationen müssen interessant und valide sein. Nur dann werden sie von den Journalisten und Redakteuren für eine Veröffentlichung in Frage kommen.

Der Aufwand

Social Media Marketing ist viel Arbeit – jeden Tag. Bild von/auf Freepik.com

Social Media Marketing ist eine alltägliche Herausforderung für einen Verein. Posten und Bloggen ist ein fast alltägliches Geschäft. Findet das nicht statt, sind sie in der Informationsflut der Sozialen Medien ganz schnell vergessen. Außerdem gilt es, eine eigene Community aufzubauen. Für diese Gruppe posten und bloggen Sie.

In der Pressearbeit fällt das weg. Sie bauen zu einer Redaktion oder Mitgliedern der Redaktion im Idealfall ein Vertrauensverhältnis auf. Vor allem aber bieten Sie in mehr oder minder regelmäßigen, aber überwiegend größeren zeitlichen Abständen echte Informationen an. Die Pressearbeit bindet also lange nicht so viele Kräfte, wie das Social Media Marketing.

Nomen est Omen – der Name ist Programm

Marketing, auch das Social Media Marketing, dient vor allem dem Überleben des Vereines. Es enthält damit zu einem großen Anteil Werbung.

Die Pressearbeit dagegen ist eine reine, werbefreie Sachinformation, die den Standards der journalistischen Arbeit genügen muss.

Social Media Marketing und Pressearbeit ergänzen sich, sie ersetzen sich nicht

Viele glauben, wer Social Media Marketing betreibt, braucht keine Pressearbeit. Doch wer seriös in der Umgebung wahrgenommen wird, der wird nicht um eine Pressearbeit herum kommen. Sie ist wichtig, um eine breite Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen. Und sie ist wichtig, um die eigene Reputation zu steigern.

Prüfen Sie also, wer diese Aufgabe übernehmen könnte und bieten Sie von Zeit zu Zeit auch der lokalen Presse solide und interessante Informationen an.

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